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Unser Denkteich

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          31.10.2016

          Herausforderung der Selbstorganisation

          Lateral oder Shared Leadership lautet hier das Stichwort und bedeutet, dass Führungskräfte einen Gutteil angestammter Management Aufgaben an Mitarbeiter-Teams abgeben und vor allem eine Coaching Rolle erfüllen. Infolge haben sie zwar gefühlt weniger Macht und Kontrolle. Aber die Mitarbeiter können so endlich in Frieden ihre Arbeit erledigen. So weit - stark verkürzt – die Analyse, der wir in Teilen zustimmen. Allerdings glauben wir, dass sie zwei bedeutende Aspekte auslässt, die wir als erfolgskritisch für selbst-organisiertes Arbeiten erachten.

          Zum einen basieren alle Methoden der Selbstorganistion auf maximaler Verbindlichkeit gegenüber gemeinsam Vereinbartem, und zwar sowohl was Governance anbelangt, als auch bezogen auf Prozesstreue. Während beispielsweise traditionelle (High Performance) Teams relative Freiheit haben, wie sie Ergebnisse erreichen, trifft das auf agile Teams nicht zu. Hier ist der Prozess und die vereinbarte Governance König. Weder Mitarbeiter noch Führungskräfte haben formell oder informell den Erlaubnisraum, davon abzuweichen, wenn gute Ergebnisse erreicht werden sollen. Allerdings nur zwei bis vier Wochen lang. 
          Denn dann kommt der zweite Aspekt zum Zuge, der zentral ist für gelingende Selbstorganisation und bei fast allen Methoden Teil der Governance bzw. des Prozesses ist: Selbstreflexion. Reflektiert wird oft nach bestimmten Regeln auf Ergebnisse, vor allem aber auf die Art und Weise wie die Ergebnisse erreicht worden sind, also auf alle Dimensionen der Zusammenarbeit, z.B. Kommunikation, Fehler, Fehlendes, Rollen oder Funktionen. Nur infolge dieser Reflexion kann etwas der Prozess verändert und angepast werden. 
          Selbstorganisation hat somit wenig mit Laissez-faire zu tun und baut auf 
          vollständige Akzeptanz und Verbindlichkeit gegenüber einer gegebenen Struktur. (Zappos beispielsweise—das amerikanische Vorbild von Zalando—bot allen Mitarbeitern, die mit Selbstorganisation nicht zurechtkamen, eine Abfindung an, damit sie das Unternehmen verlassen.)
          die Bereitschaft, in hohem Maß selbstreflektiert zu arbeiten, und zwar nicht nur bei den Führungskräften.
          Beides ist in den meisten Unternehmen keine Selbstverständlichkeit und muss erarbeitet werden, und zwar auf Führungskräfte- und auf Mitarbeiter-Ebene. Diese Arbeit braucht Zeit, die in jedem Transformationsprogramm, das selbstorganisiertes Arbeiten enthält, mit eingeplant und gestaltet werden muss. 

          Selbstorganisation hat wenig mit Laissez-faire zu tun.