Auf dieser Website wird das Besucheraktions-Pixel von Facebook für statistische Zwecke verwendet. Mit Hilfe eines Cookies kann so nachvollzogen werden, wie unsere Marketingmaßnahmen auf Facebook aufgenommen und verbessert werden können. Über Ihr Einverständnis hiermit würden wir uns sehr freuen. Informationen zum „Besucheraktions-Pixel“, zu Cookies und dem Ihnen zustehenden Widerspruchsrecht erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung. Dort können Sie Ihre Cookie-Einstellungen ändern. Wenn Sie auf "Cookies akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

BLOG

Unser Denkteich

Sie möchten einen Eindruck gewinnen, was wir zu Trends denken oder Themen, die Sie im Alltag bewegen? Sie brauchen gelegentlich Inspiration oder wollen wissen, an was wir gerade arbeiten? Dann sind Sie hier richtig. Jeder unserer Mitarbeiter hat die Möglichkeit sich hier zu äußern, weshalb der Blog ein breites Spektrum an Themen und Meinungen abdeckt. Viel Spaß!

          05.08.2019

          Ein Plädoyer an Universitäten

          Ich habe in meinem BWL Bachelor gelernt, wie man einen Jahresabschluss per Hand macht. Und wie man Regressionsanalysen mit dem Taschenrechner macht. Und mein Bachelorabschluss ist gerade einmal anderthalb Jahre her. Gleichzeitig wird in der Unternehmenswelt beständig über die VUCA-Welt, veränderte Herausforderungen und neue Methoden, wie agiles Arbeiten und Design Thinking geredet. Doch wie sollen Berufseinsteiger in der VUCA-Welt erfolgreich sein, wenn sie in keiner Weise auf die Herausforderungen des digitalen Zeitalters vorbereitet sind?


          Inzwischen sehen selbst die deutschen Unternehmen ein, dass sich unsere Welt verändert und damit auch die Anforderungen an Mitarbeiter und Führungskräfte. Doch Institute, das bisher wunderbar ignorant geblieben sind, was Digitalisierung betrifft, sind Universitäten. Professoren halten immer noch die gleichen Vorlesungen, die sie vor zehn Jahren gehalten haben und zeigen wenig Ambition etwas an ihren Lehrplan oder an ihren Folien zu ändern. Ganz zu schweigen von digitalen Lehrmethoden, die nur sehr vereinzelt und zögerlich eingesetzt werden.


          Schon in 2015 haben sich nur knapp die Hälfte der Studierenden ausreichend auf das digitale Zeitalter vorbereitet gefühlt.[1] Und in 2019 sieht es nicht besser aus.

          Nur 30,1% der angehenden Juristen fühlen sich auf die digitalen Herausforderungen vorbereitet. Bei anderen Studiengängen fühlen sich die Studenten nur bedingt besser vorbereitet.[2]

          Inzwischen gibt es einige Studiengänge, die sich auf das Thema Digitalisierung spezialisiert haben, aber brauchen wir wirkliche nur ein paar Fachleute, die sich mit dem Thema Digitalisierung auskennen? Ist es nicht viel wichtiger, dass sich Ingenieure, Techniker, BWLer, Juristen und Mediziner sich allesamt mit dem Thema befassen? Schließlich betrifft die VUCA-Welt jeden einzelnen und verändert die Art zu arbeiten von jedem.


          Gleichzeitig wird den Studenten vermittelt, dass sie ausgelernt haben mit dem Ende des Studiums. In einer Zeit, in der Fachwissen schneller veraltet als jemals zuvor, ist diese Haltung mehr als gefährlich. Niemand, schon gar nicht Berufseinsteiger können sich diese Einstellung leisten. Eine dauerhafte Bereitschaft weiter zulernen und vor allem einen Fokus auf Social Skills, wie Kommunikationsfähigkeit, Vertrauen und Selbstreflexion muss vorhanden sein.


          Deshalb ist der Beitrag nicht nur eine Zusammenfassung an persönlichen Gefühlen und Gedanken, sondern auch ein Plädoyer an Universitäten. Es wird Zeit anzuerkennen, dass sich unsere Welt verändert hat und auch weiter verändern wird. Und wir machen es nur schwerer für uns und zukünftige Generationen, wenn wir darauf nicht entsprechend reagieren.


          [1]https://www.haufe.de/personal/hr-management/arbeiten-40-studenten-schlecht-auf-digitalisierung-vorbereitet_80_307912.html

          [2]https://www.waz.de/wirtschaft/umfrage-studenten-schlecht-auf-digitalisierung-vorbereitet-id226157031.html