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Unser Denkteich

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          20.04.2017

          Warum sind alle so verrückt nach Design Thinking?

          Design Thinking ist derzeit in aller Munde. Ein regelrechter Hype ist um die Methodik für Produktentwicklung entstanden. Unternehmen veranstalten Design Thinking Workshops mit Kunden in ihren „Innovation Labs“, ganze Unternehmensbereiche und Projektleiter-Kohorten werden über Jahre in der Methode trainiert. Auch wir sind überzeugt von dem Ansatz. Aber was versprechen wir uns alle davon?

          Design Thinking befähigt Menschen, Teams und Unternehmen zu (Produkt)innovation und Geschwindigkeit—beides essentielle Elemente, um im digitalen Zeitalter zu überleben. Dabei fassen wir bei Semler Company Produkt und Innovation weiter als das „Produkt“, das bei einem Endkunden landet. Produkte eines Design Thinking Prozesses können auch Leadership-Verhaltensweisen oder eine neue Unternehmenskultur sein. Wir glauben sogar, dass sich ein Design Thinking Ansatz besonders gut eignet für die Entwicklung einer dem digitalen Zeitalter gemäßen Unternehmenskultur, weil er in bisher nicht dagewesener Weise das Lernen von neuen Verhaltensweisen und das Definieren einer neuen Kultur  verschränkt. Was ist also der Kern von Design Thinking und der Kultur, die es schafft?

          Es klingt simpel, stellt aber einen Paradigmenwechsel dar: Die Ausrichtung auf die tiefen Bedürfnisse aller derer, denen wir mit dem, was wir anbieten, nützen möchten — sei es durch den Verkauf eines personalisierten Produkts, sei es durch Zuarbeit in einer Unterstützungsfunktion in einem Unternehmen, sei es durch Führung, die zu Top-Leistung befähigt. Es ist zunächst eine Haltung von radikaler Empathie, die uns dazu befähigt, tiefe Bedürfnisse wahrzunehmen und mit unserem Gegenüber gemeinsam zu erkunden. Die Erkenntnisse aus diesem Prozess müssen dann aggregiert werden, wir müssen selbst eine Position dazu einnehmen, um dann erst über das „Produkt“ nachzudenken und einen Entwurf zu präsentieren (Prototyping). Dann müssen wir bereit sein, was auch immer wir erschaffen, als Entwurf zu begreifen, nie als ein Endprodukt. Wir müssen also bereit sein, uns im Moment des „Erschaffens“ und „Erfindens“ von dem wohl gehegten und lieb gewonnenen „Produkt“ zu verabschieden und es wieder neu zu definieren (iteratives Testen) — für unsere Kunden, Nutzer, Kollegen.

          Im großen Stil haben wir in Unternehmen so noch nie gearbeitet. Das ist ein großer Wandel, der durch Erklären und Kommunizieren nur zu einem kleinen Teil erreicht werden kann. Viel wichtiger ist, ihn zu erfahren und selbst zu gestalten. Dann folgt auch die „richtige“ Einstellung. Der Veränderungsprozess muss somit nicht mehr althergebrachten Pfaden folgen, auf denen wir uns von Mind Set Shift zu neuen Verhaltensweisen entlang hangelten. Er muss den Vorgaben folgen, die uns Design Thinking anbietet, und Erfahrungen von Empathie, Bedürfniswahrnehmung, Positionierung, Produktentwicklung und Testen im großen Stil zugänglich machen. Dann leben wir eine neue Kultur.