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Unser Denkteich

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          14.06.2017

          Prototypen bauen

          Wenn wir von einem Prototypen-Ansatz sprechen, dann hören wir oft in Unternehmen: „Das machen wir doch schon lange, was soll daran so neu sein.“ Und in der Tat, seit vielen Jahren führen Unternehmen Produkte in Wellen und mit Piloten ein oder können wir auf deutschen Straßen Prototypen der Automobilhersteller mit lustigen Mustern beobachten, Erlkönige genannt. Was also bringt uns Prototyping jetzt Neues, wenn es ohnehin alle schon lange machen?

          Die Prototypen, die wir beispielsweise auf der Straße sehen, sind schon sehr weit ausgereift und meist auf der Basis eines klassischen Projektplans und genau definierten Anforderungen entwickelt worden. Diese Piloten stellen dann zumeist das Ergebnis des erfolgreichen Projekts oder mindestens einen 95%-Stand des Produkts dar.

          Und genau an diesem Punkt, macht die immer höhere Innovations- und Veränderungsgeschwindigkeit unserer Zeit einen Unterschied. Denn sie bewirkt, dass der Kunde oder Auftraggeber zu Projektbeginn keine genaue Vorstellung hat, wie das Ganze am Ende aussehen kann. Das bedeutet, dass er/sie und mit ihm zusammen das Projektteam sich an etwas nicht klar Definiertes herantasten muss und nicht, wie lange üblich, zu Projektbeginn klare Anforderungen formuliert werden können. Was bleibt dann übrig als Projektmethode? Etwas vereinfacht gesagt, Prototyping: Das schrittweise Ausprobieren von Lösungen zusammen mit dem Kunden oder Auftraggeber, einem beständigen Entscheidungsprozess, welche Teile des Prototypen in die nächste Runde übernommen und verbessert und was davon wieder verworfen wird. Das hat den Anschein von „trial and error“, klingt uns dann entgegen, „das ist doch kein vernünftiges Projekt Management.“

          Vielleicht ist es das auch nicht. Aber es gibt inzwischen ausreichend Erfahrungswerte aus Projekten und Studien, die belegen, dass „vernünftiges Management“ im Sinne einer Wasserfalllogik, Projekten nicht unbedingt zum Erfolg verhilft. Ein Prototypen-Ansatz aber sehr wohl. Er bringt größere Innovationskraft, mitigiert Risiken, indem falsche Routen schnell erkannt werden und schafft bei allen Beteiligten eine größere Zufriedenheit und damit eine höhere Motivation, weil Ergebnisse schnell sichtbar sind. Wir bei Semler Company probieren neue Ansätze erst einmal an uns aus und haben erfahren, das Prototyping uns dabei hilft, die Wertschöpfung des eigenen Unternehmens zu steigern. Und bei Kundenprojekten machen wir ähnliche Erfahrungen. Deswegen sind auch wir Fans.